Kultura pamięci XX wieku w Polsce i Niemczech

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Aktuelles

Der Dokumentarfilm „Erinnerungskultur des 20. Jahrhunderts in Polen und Deutschland”,

der im Oktober 2009 in Berlin gedreht wurde, ist fertiggestellt. Der Film thematisiert das gesamte Projekt, erzählt von den ersten Planungen, von Fragen und Zweifeln, die während des Projektverlaufs auftraten und davon, welche Schlussfolgerungen sich daraus ergeben. Er stellt eine kurze Zusammenfassung der Seminarreihe dar. Ab sofort zugänglich unter „Fotos”.

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Der letzte Teil der Seminarreihe „Erinnerungskultur des 20. Jahrhunderts in Polen und Deutschland” ist zu Ende gegangen.

Vom 8.-11. Oktober 2009 trafen sich die Teilnehmer/innen in Berlin, um gemeinsam die Ergebnisse ihrer mehrmonatigen Analyse der Feierlichkeiten von deutschen und polnischen Jahrestagen zu diskutieren.

Die Teilnehmer/innen besichtigten das Deutsche Historische Museum, das Denkmal für die ermordeten Juden Europas und entschlüsselten im Rahmen eines Architekturworkshops die Bedeutung von (repräsentativen) Berliner Gebäuden. Darüber hinaus hatten sie die Möglichkeit, mit den Organisatoren der unmittelbar bevorstehenden Feierlichkeiten zum 9. November zu sprechen.

Ein Workshop war dem Vergleich der beiden Jahrestage 4. Juni (1989 - erste (halb-)freie Wahlen in Polen) und 9. November (1989 - Fall der Berliner Mauer) gewidmet, eine weitere Einheit den deutschen und polnischen Medien und wie sie über historische Themen berichten. Das Seminar endete mit der Besprechung der Arbeiten der Teilnehmer/innen, die im Verlauf der drei Seminarteile entstanden sind.

Im Moment arbeiten wir an der Publikation dieser Arbeiten. Außerdem entsteht ein kurzer Dokumentarfilm über das Berliner Seminar, der in Kürze hier zu Verfügung stehen wird.

Bei allen Teilnehmern, Organisatoren und Moderatoren möchten wir uns herzlich für ihr Engagement und ihre Arbeit bedanken!

audio Mythos und Freiheit - Junge Polen und das Gedenken an den Kriegsbeginn .mp3
Reportage des ARD-Hörfunks anlässlich des 70. Jahrestags des Kriegsbeginns
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audio Erinnerungskultur .mp3 Reportage von Karolina Waschto, Mitarbeiterin der Deutschen Redaktion des Polnischen Rundfunks

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Vom 8. – 15. August 2009 fand in Warschau der zweite Teil der Seminarreihe „Erinnerungskultur des 20. Jahrhunderts in Polen und Deutschland“ statt. Die deutschen und polnischen Teilnehmer/innen hatten Gelegenheit sich kennenzulernen, stellten sich gegenseitig ihre Jahrestagsprojekte vor und sprachen über deutsche und polnische Erinnerungskultur.

Das Programm war sehr vielfältig. Die Teilnehmer/innen besuchten drei Institutionen, die im Jahr 2009 Jahrestagsfeierlichkeiten organisieren: Das Dom Spotkań z Historią (Haus für Begegnungen mit der Geschichte), das Narodowe Centrum Kultury (Nationales Kulturzentrum) und das Muzeum Historyczne Miasta Stołecznego Warszawy (Museum für Warschauer Stadtgeschichte). Sie lernten die Warschauer Gedenklandschaft dank eines Ausflugs zu Gedenkorten der Solidarność und zu sowjetischen Denkmälern kennen. In Architekturworkshops arbeiteten die Teilnehmer/innen in vier Kleingruppen an eigenen Entwürfen zu Erinnerungsprojekten im städtischen Raum. Ebenfalls in Kleingruppen arbeiteten die Teilnehmer/innen an den von ihnen gewählten Jahrestagsprojekten und analysierten diese nach einem Konzept von Charles Tilly.

Am 12. August 2009 fand im Café/Club „Chłodna 25” eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Gespaltenes Europa – brauchen wir einen Totalitarismus-Gedenktag?“ statt, an der 130 Personen teilnahmen.

Im Moment bereiten wir das Programm des dritten Teils der Seminarreihe (Berlin, Oktober 2009) vor.

Diskussion Gespaltenes Europa 12.08.09- download pdf Der Text der Diskussion befindet sich auf der Internetseite von Kultura Liberalna (www.kulturaliberalna.pl) und hier auf deutsch: Diskussion Gespaltenes Europa 12.08.09


Podiumsdiskussion im Cafe/Club („Klubokawiarnia”) Chłodną 25

(ul. Chlodna 25)

12.08.2009, 18.00 Uhr

„Gespaltenes Europa” - Brauchen wir einen Totalitarismus-Gedenktag?

Gäste:

Marta Bucholc, Jarosław Kuisz, Paweł Śpiewak, Karolina Wigura

Am 2. April 2009 nahm das Europäische Parlament eine Entschließung zum „Gewissen Europas und zum Totalitarismus” an, in der der 23. August (der Jahrestag der Unterzeichnung des Molotow-Ribbentrop-Paktes) zum europaweiten Gedenktag für die Opfer totalitärer und autoritärer Systeme erklärt wird. Dies ist ein weiterer Beitrag zur Debatte über die Identität der Europäischen Union. Seit der Erweiterung der EU um die Länder Mittel- und Osteuropas, deren jüngste Vergangenheit durch den Kommunismus geprägt wurde, bildet das Gedenken an die nationalsozialistischen Verbrechen nicht mehr das Zentrum der europäischen Erinnerungskultur. Es begann eine Diskussion darüber, ob der braune oder der rote Totalitarismus für die Erinnerung der Europäischen Union größere Bedeutung haben sollte, womit die Frage verbunden ist, ob eine gemeinsame europäische Geschichtserzählung möglich ist. Dieser Frage möchten wir heute eine weitere hinzufügen: Sollte es einen europäischen Feiertag geben, an dem der Opfer von Nationalsozialismus und Kommunismus gleichzeitig gedacht wird?

Mitorganisator: Kultura Liberalna www

Eintritt frei. Die Veranstaltung findet in polnischer Sprache statt. Simultanübersetzung ins deutsche (in begrenzter Anzahl) ist verfügbar.