Kultura pamięci XX wieku w Polsce i Niemczech

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Aktuelles

Das Stefan Starzyński Institut (eine Abteilung des Museums des Warschauer Aufstands) und Jugend bewegt Europa (www.jugend-bewegt-europa.de) organisieren 2010 zum dritten Mal die Seminarreihe „Erinnerungskultur des 20. Jahrhunderts in Polen und Deutschland.“ Zielgruppe des Projekts sind Studierende geistes- und sozialwissenschaftlicher Fächer aus Deutschland und Polen.

Im Rahmen der Seminarreihe sollen Spiel- und Dokumentarfilme, die Ereignisse der deutschen und polnischen Geschichte behandeln, systematisch analysiert werden. In beiden Ländern entstanden im Zeitraum 1989-2010 zahlreiche Werke, die die totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts, aber auch andere Themen behandeln. Auf deutscher Seite sind zum Beispiel „Der Untergang“ (2004) oder „Das Leben der Anderen“ (2006) zu nennen, auf polnischer Seite „Katyń“ (2006) und „Trzech Kumpli“ (Drei Freunde) (2008).

Ziel der Seminarreihe ist es, zu beleuchten, auf welche Art und Weise die in aktuellen Filmen dargestellten historischen Ereignisse mit der Gegenwart verbunden werden, welche Botschaft die Filme transportieren, wie sie die Vergangenheit erzählen und welcher Bezug damit zur heutigen Zeit geschaffen werden soll. Im Rahmen des Projekts sollen die Filme kategorisiert, d. h. Muster und Strukturen gefunden werden, aufgrund derer wir auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten der polnischen und deutschen Erinnerungskultur schließen können. Ebenfalls aufschlussreich könnten einige deutsch-polnische Produktionen sein, zum Beispiel „Strajk – Die Heldin von Danzig“ (2006) oder „Mauerhasen/Królik po berlińsku“ (2009), da sie erste Hinweise auf eine gemeinsame europäische Erinnerungskultur geben könnten.

Projektaufbau und -ablauf

Das Projekt besteht aus drei Teilseminaren:

Die ersten nationalen Treffen in Berlin bzw. Warschau dienen der Einführung in das Thema Erinnerungskultur. Außerdem stellen die Teilnehmer/innen im Rahmen eines Referats ihren selbst gewählten Film vor, der in Deutschland (für die deutschen Teilnehmer/innen) bzw. in Polen (für die polnischen Teilnehmer/innen) von Bedeutung ist.

Während des gemeinsamen Workshops wollen wir versuchen, das Erarbeitete zu vergleichen, zu verallgemeinern und in einen europäischen Kontext zu bringen. Ist eine gemeinsame europäische Erinnerungskultur möglich und wenn ja, wie könnte diese aussehen? Darüber hinaus besichtigen wir Warschauer Museen und Gedenkstätten und treffen Personen, die im Warschauer Kulturleben eine Rolle spielen.

Das dritte und abschließende Seminar dient zum einen der Vorbereitung einer Publikation mit Texten der Teilnehmer/innen zu den ausgewählten Filmen im Gesamtkontext Erinnerungskultur. Zum anderen bietet es die Möglichkeit auch Berlin mit seiner vielfältigen Geschichte und Kultur kennen zu lernen.

Teilnahmebedingungen

Bewerbung

Finanzierung

Die Organisatoren tragen die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Programm an den Seminarorten Warschau und Berlin. Die Kosten für die An- und Abreise zu den Seminarorten müssen von den Teilnehmer/innen übernommen werden.

Das Projekt wird aus Mitteln der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gefördert.

Kontakt

Wenn Ihr Fragen zum Seminar habt, könnt Ihr Euch an Jutta Wiedmann (jwiedmann at 1944.pl, Tel.: 0048-22-5397951, Stefan Starzyński Institut) oder Bela Böhme (b.boehme at jmc-berlin.org, Tel.: 0049-176-64667510, Jugend bewegt Europa) wenden.