Kultura pamięci XX wieku w Polsce i Niemczech

Sprachversionen
Pobierz odtwarzacz Flash, aby zobaczyć ten pokaz slajdów.

IMG_5045

Aktuelles

Architektur der Erinnerung
(aus der Reihe: Erinnerungskultur des 20. Jh. in Polen und Deutschland)
deutsch-polnisches Seminar für Studenten
Architektur ist ein sichtbares Medium des kollektiven Gedächtnisses, das der Konservierung und Repräsentation der Erinnerung im öffentlichen Raum dient. Sowohl in Polen als auch in Deutschland sind Diskurse über Architektur hoch aktuell und gesamtgesellschaftlich relevant. Institutionen wie das Museum des Warschauer Aufstandes oder das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin belegen die gegenwärtige Bedeutung architektonischer Konzepte als sehr wichtiger Bestandteile der Erinnerungsinstitutionen innewohnenden inhaltlich-emotionalen Botschaft.
Davon ausgehend ergeben sich verschiedene Fragen, die den Leitfaden der Diskussionen, Vorträge und thematischen Rundgänge durch gewählte Stadtteile und Institutionen im Rahmen der Seminarreihe darstellen: Wie kann man (diese) Bauwerke lesen/interpretieren? Welche Tendenzen werden im Kontext der architektonisch-urbanistischen Entwicklung(en) in Polen und Deutschland (im Zeitverlauf) sichtbar? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen bei der Konzeption  von Bauwerken, die der Erinnerung in den beiden Ländern dienen? Wie integrieren sich die (entstehenden) Erinnerungsinstitutionen in das architektonische Gesamtbild der Städte? Wie geht die lokale Bevölkerung mit den bestehenden bzw. geplanten Bauwerken in ihrer Umgebung um?
Ein zentrales Ziel der Seminarreihe ist außerdem die Wahrnehmung und Berücksichtigung unterschiedlicher Perspektiven der jeweils „anderen“ – deutschen bzw. polnischen – Seite in Bezug auf die Auseinandersetzung mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts und den damit verbundenen Identitätsbildern sowie Visionen der Erinnerungskultur.
Im Rahmen der Seminarreihe werden wir verschiedene, auch weniger bekannte Arbeits- und Lernmethoden anwenden. Dabei geht es nicht lediglich um eine passive Wissensreproduktion, sondern auch um Kreativität und Interaktion. Deshalb sind wesentliche Bestandteile unseres Projektes u.a. die Arbeit mit Fotokameras, Gruppendiskussionen, Beobachtungen sowie  der Austausch und die Reflektion Eurer Eindrücke und Erkenntnisse.
Während unserer gemeinsamen deutsch-polnischen Architekturreise möchten wir Euch ausdrücklich zum Fotografieren und Festhalten von Euren Impressionen einladen. Daraus entsteht anschließend eine vielseitige und multiperspektivische Galerie der bemerkenswertesten Etappen des Projekts!
Wann und wo?
Das Seminar besteht aus drei miteinander zusammenhängenden Teilen:
1.-5. Juni 2011 in Mikuszewo (Polen, Region Großpolen, Anreise nach Poznań/Posen)
Der erste Projektteil findet in der ehemaligen Grenzregion zwischen der preußischen und russischen Besatzungszone, in der symbolischen „Mitte“ zwischen Warschau und Berlin, statt. Der thematische Schwerpunkt  wird vor allem auf der regionalen Erinnerungskultur liegen. Zudem werden wir Poznań besichtigen –  eine Stadt, die für die deutsch-polnische Geschichte von besonderer Bedeutung ist.
Hauptreferent: Falko Reichardt, Historiker und Trainer der  IJBS Mikuszewo.
8.-14. August 2011 in Warschau
Während thematischer Rundgänge durch verschiedene und nicht ausschließlich die bekanntesten Teile der polnischen Hauptstadt, werden wir uns mit der nicht immer selbstverständlichen Geschichte der Warschauer Erinnerung näher auseinandersetzen. Darüber hinaus stellen Diskussionen mit Architekten und Experten über die neugegründeten bzw. im Entstehen begriffenen Erinnerungsinstitutionen einen essenziellen Bestandteil des Programm dar.
Hauptreferent: Jarosław Trybuś, Kunsthistoriker und Architekturkritiker, Museum des Warschauer Aufstands.
5.-9. Oktober 2011 in Berlin
Der letzte Seminarteil wird dem Kennen lernen ausgewählter deutscher Erinnerungsinstitutionen und Trends bei deren Gestaltung dienen. Ferner werden wir den Weg Berlins zur Hauptstadt des wiedervereinten Deutschlands genauer nachvollziehen.
Hauptreferentin: Cornelia Siebeck, Historikerin und Publizistin, Doktorandin an der Ruhr Universität Bochum.
Wichtig: Die Teilnahme an allen drei Projektteilen ist verpflichtend. Eine Anmeldung nur zu einem einzelnen Seminarteil ist nicht möglich.
Wer?
Zur Teilnahme an der Seminarreihe werden Studierende der Geisteswissenschaften und der Kunst aus Polen und Deutschland eingeladen. Vorausgesetzt werden eine aktive Teilnahme am Projekt und Interesse am kreativen deutsch-polnischen Austausch. Bringt gerne Eure Fotokameras mit!
Hat das Seminar Dein Interesse erweckt? Dann bitten wir Dich, das Anmeldeformular auszufüllen und die darin enthaltene Bewerbungsfrage zu beantworten.
Das Projekt wird gefördert aus den Mitteln des Museums des Warschauer Aufstandes, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, des Deutsch-Polnischen Jugendwerks und der Botschaft der BRD in Polen.

word_icon - Anmeldeformular